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E - Entspannung

Zurück zum Ursprung - Entspannung als Gegenpol zum Stress

Was ist eigentlich Stress?

Ursprünglich entstand unser Stresssystem, um unser Überleben zu sichern, indem es uns bei der Wahrnehmung von Bedrohung in eine erhöhte Abwehr- und Fluchtbereitschaft versetzt. 

Wenn wir um unser Leben fürchten müssen, konzentriert sich in unserem Körper alles auf das Wesentliche. Die Atemfrequenz erhöht sich, das Herz schlägt schneller und unsere Muskeln reagieren sofort. Diese „Kampf- oder Flucht-Reaktion“ hatte ihren Sinn, als der Stress noch vor allem durch wilde Tiere oder andere Angreifer verursacht wurde.

Heutzutage haben unsere Arbeit, komplizierte oder zerbrochene Beziehungen, finanzielle Sorgen oder der zunehmende Straßenverkehr den Platz der wilden Tiere eingenommen. 

Warum ist dauerhafter Stress so schädlich?

Dauerstress mindert nicht nur unsere Lern- und Gedächtnisleistung, sondern gefährdet vor allem unsere Gesundheit. Das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall ist dadurch erhöht. Auch hat dauerhafter Stress Auswirkungen auf unsere Psyche und geht mit Verunsicherung, Nervosität, Angst und Ärger einher bis hin zu Aggressionen. Das Gefühl von Ausgebrannt sein oder Depressionen können die Folge sein.

Welche Bedeutung hat das Wort Stress in der Physiologie?

Das Wort Stress entstammt dem lateinischen Wort  „stringere“ und heißt übersetzt „anspannen“. Physikalisch ist es ein Maß für die innere Beanspruchung eines Körpers infolge dessen Belastung von außen. Somit wird mit dem Wort Stress ein Spannungszustand beschrieben.

körperliche Folgeerkrankungen durch Stress 

  • Verspannungen, die zu Genick- und Rückenschmerzen führen können
  • Verdauungsprobleme, z.B. Sodbrennen, Durchfall, Verstopfung, Blähungen
  • Schlaf- und Essstörungen

Bbei anhaltendem Stress kann es zu folgenden Krankheitsbildern kommen

  • schwere Herz-Kreislauferkrankungen
  • ernsthafte Nierenerkrankungen
  • Stoffwechselstörungen und Allergien
  • Entzündungskrankheiten

psychologische Folgeerkrankungen durch Stress

  • Burnout
  • Angst und Angststörungen
  • Tinnitus
  • Depressionen
  • Nervosität, Unruhe
  • Konzentrationsstörungen
  • ADS und ADHS

Warum Entspannung?

Ein Teil unseres Zentralen Nervensystems (ZNS) ist das Vegetative Nervensystem (VNS).  Es funktioniert ohne dass wir uns dessen bewusst sind.  Das VNS besteht aus Sympathikus und Parasympathikus, vergleichbar mit Ying & Yang. In einem gesunden Körper arbeiten beide Teile im Gleichgewicht. Bei dauerhaftem Stress ist dieses Gleichgewicht gestört - das Ziel ist also, eine gute Balance zu finden. 

Im Gegensatz zum Sympathikus, der uns körperlich in den Stresszustand versetzt, führt der Parasympathikus in der der Entspannungsphase sozusagen den „Umkehrschub“ aus und sorgt für Regeneration.

In der Entspannung senkt sich durch die tiefere, bewusstere Atmung der Puls, der Blutdruck sinkt, die Muskeln entspannen sich und lassen dadurch den Sauerstoff im Blut besser zirkulieren. Die Energie kehrt zurück. 

Entspannungsangebote in meiner Praxis

Autogenes Training

Mit Autogenem Training nutzen Sie die Kraft Ihrer Gedanken für mehr Ruhe und Entspannung. Sie entspannen sich selbst - ganz ohne Hilfsmittel. In gewissem Sinne sprechen wir hier im weitesten Sinne von einer Selbsthypnose.

Unsere Gedanken erzeugen Nervenimpulse. Selbst wenn wir nur daran denken, einen Finger zu heben, leitet unser Nervensystem dies als einen messbaren Reiz an unsere Muskeln im Finger weiter.

Im Autogenen Training nutzen wir  dieses Prinzip anders herum. Mit unseren Gedanken stellen wir unseren Körper auf Entspannung ein.

PMR/PME Progressive Muskelentspannung oder Relaxation

Eine Entspannungstechnik, bei der durch die willentliche und bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen ein Zustand tiefer Entspannung des ganzen Körpers erreicht werden kann. Die Konzentration wird dabei auf den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung gerichtet und auf die Empfindungen, die mit diesen unterschiedlichen Zuständen einhergehen.

Durch die Entspannung der Muskulatur sollen auch andere Zeichen körperlicher Unruhe oder Erregung reduziert werden, wie beispielsweise Herzklopfen, Schwitzen oder Zittern.

Body Scan

Diese Entspannungstechnik  kommt aus dem Thema Achtsamkeit und ist eine Übung zur Tiefenentspannung. Hierbei spüren wir in die einzelnen Körperteile hinein, ohne zu analysieren, zu beurteilen oder zu bewerten. Wir versetzen uns sozusagen in die Rolle eines Beobachters und konzentrieren uns nur auf unseren Körper und sind in der Lage, uns von allem Aktuellen – Sorgen, Schmerzen oder Stress – zu lösen. 

Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.

François de La Rochefoucauld